Wann sind Cookies oder Plugins personenbezogen?

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Wann sind Cookies oder Plugins personenbezogen?

Wann sind Cookies personenbezogen?

Cookies sind kleine Textdateien, in denen Informationen gespeichert werden können. Die Webseitenbetreiber können uns dadurch wiedererkennen, und dadurch bestimmte Ziele erreichen.
Manche Cookies sind einfach notwendig, um eine Webseite ordnungsgemäß benutzen zu können, also z.B. eine Bestellung abzuwickeln. Cookies können aber auch genutzt werden, um Nutzer beim Surfen zu beobachten, und zu verfolgen, und dementsprechende Profile zu erstellen.
Man unterscheidet insofern Cookies ohne und mit Personenbezug. Webseiten, auf der ein Cookie mit den Anmeldedaten des Nutzers gespeichert wird, wie bei Onlineshops oder der Anmeldung bei sozialen Netzwerken, sind also personenbezogene Cookies.
Die derzeitige Rechtslage ist ein wenig verworren, da es streitig ist, ob Deutschland die EU-Richtlinie zu Cookies ordnungsgemäß umgesetzt hat. Ich stehe aber auf dem Standpunkt, dass man bei personenbezogenen Daten eine Einwilligung einholen muss, und bei anderen Cookies nur in der Datenschutzerklärung über diese aufklären muss. Es handelt sich nämlich nach derzeitigem Recht bei Cookies nicht um personenbezogene Daten, wenn diese nicht rückführbar sind auf eine bestimmte Person.
Erstaunlicherweise stuft die DSGVO dies wiederum anders ein. Diese benennt in Erwägungsgrund 24 zu Art. 4 DSGVO online-identifier wie Cookies als personenbezogene Daten.

Fazit:
Sollte sich der Personenbezug zu Cookies bewahrheiten, müssen spätestens beim Starten der Webseite Einwilligungen eingeholt werden.

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